Ein Blick hinter die Kulissen unseres Engagements.
Ein Blick hinter die Kulissen unseres Engagements.
Am 23. März 2026 fand am OVMG ein Elternabend zum Thema „Künstliche Intelligenz und Schule“ statt, der auf sehr großes Interesse stieß. Rund 200 Eltern nahmen an der 90-minütigen Veranstaltung teil, die um 19:00 Uhr begann. Referiert wurde aus drei bewusst gewählten Perspektiven: Frau StRin Angelika Wildgans-Lang, Koordinatorin für die "Digitale Schule der Zukunft" am OVMG sowie Mitglied im Experten- und Referentennetzwerk, beleuchtete die schulische Perspektive. Ein Schülervater, Herr András Balog, tätig als AI Product Director, brachte die Sicht aus der Praxis und dem Berufsleben ein. Die Moderation übernahm Herr Heiko Kahlenbach aus dem Elternbeirat. Inhaltlich wurde der Abend gemeinsam vorbereitet, um Eltern, Schule und berufliche Realität gleichermaßen abzubilden.
Im Mittelpunkt stand die Frage, was die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz konkret für unsere Kinder, die in der Schulausbildung sind, bedeutet. Zunächst wurde eingeordnet, wo wir aktuell stehen und wie Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern KI im Alltag bereits erleben. Anschließend wurde verständlich erläutert, wie moderne KI-Systeme grundsätzlich funktionieren und warum es wichtig ist, ihre Möglichkeiten und Grenzen zu kennen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Fähigkeiten, die Kinder künftig besonders benötigen werden. Dabei wurde deutlich: Nicht das reine Wissen, sondern vor allem Urteilskraft, kritisches Denken und die Fähigkeit, Ergebnisse einzuordnen und zu hinterfragen, werden zunehmend entscheidend sein.
Ein zentrales Anliegen des Abends war es, Orientierung zu geben und Ängste abzubauen. Deutlich wurde: Künstliche Intelligenz ist längst Teil unseres Alltags – ein Verbot allein wird ihre Nutzung nicht verhindern. Entscheidend ist vielmehr, wie sie eingesetzt wird. Chancen und Risiken entwickeln sich dynamisch weiter, da sich die Technologie stetig verändert. Umso wichtiger ist es, Kinder nicht nur zu kontrollieren, sondern sie aktiv zu begleiten. Gespräch und gemeinsames Ausprobieren wurden als besonders wirkungsvoll hervorgehoben. Schule, Eltern und Kinder stehen hier gemeinsam in der Verantwortung – keine dieser Gruppen kann die Entwicklung allein gestalten. Gleichzeitig wurde betont, dass wir alle uns in einem Lernprozess befinden und es in Ordnung ist, noch nicht auf alle Fragen eine fertige Antwort zu haben.
Besonders praxisnah waren die konkreten Empfehlungen für den Alltag. Eltern wurden ermutigt, das Gespräch mit ihren Kindern aktiv zu suchen und ehrliches Interesse an deren Nutzung von KI zu zeigen – etwa mit der einfachen Frage: „Zeig mir doch einmal, wie du KI nutzt.“ Auch das gemeinsame Ausprobieren einzelner Anwendungen kann helfen, ein besseres Verständnis zu entwickeln. Ebenso wichtig ist es, klare Regeln innerhalb der Familie zu besprechen: Was ist erlaubt, was nicht, und wo liegen Grenzen? Entscheidend ist dabei, im dauerhaften Dialog zu bleiben – mit den Kindern ebenso wie mit der Schule.
Das große Interesse der Eltern zeigte sich nicht nur in der hohen Teilnehmerzahl, sondern auch in den zahlreichen Fragen, die während des Abends gestellt wurden. Zur Sammlung von Fragen und für kurze Stimmungsabfragen wurde das Tool Slido genutzt, was einen lebendigen und interaktiven Austausch ermöglichte. Ein besonderer Dank gilt der Schulleitung sowie Frau StDin Dr. Mortensen für die Unterstützung bei der Durchführung dieses wichtigen Abends. Ebenso danken wir dem Arbeitskreis Technik, der mit Licht und Ton für einen reibungslosen Ablauf sorgte. Unser herzlicher Dank gilt insbesondere den beiden Referierenden, Frau StRin Wildgans-Lang und Herrn András Balog, die mit ihrer Expertise, ihrem Zeitaufwand und ihrem Engagement einen inhaltlich fundierten und zugleich praxisnahen Abend ermöglicht haben.



